Klimaneutrale Gemeinde

Als Bürgermeister von Wardenburg setze ich mich dafür ein, …

  • … dass die Entwicklung hin zu einer klimaneutralen Gemeinde oberste Priorität bekommt. Dies bedeutet, dass bei allen Entscheidungen in der Gemeinde die Klimaauswirkungen berücksichtigt werden müssen.
  • … dass eine aktuelle „Klimabilanz Wardenburg“ erstellt wird. Verwaltung und Rat sollen ein ganzheitliches und sozialverträgliches Gesamtentwicklungskonzept für die Gemeinde Wardenburg auf den Weg bringen. Auf der Grundlage des 2015 erstellten integrierten Klimakonzepts für den Landkreis Oldenburg sollen mittel- und langfristig umzusetzende Maßnahmen festgeschrieben werden. Dabei gilt es verbindliche Zielwerte und Fristen vorzugeben.
  • … durch den oder die Klimabeauftragte regelmäßig zu Fortschritten bei der Reduktion von Emissionen aus fossilen Energieträgern berichtet wird; Öffentlichkeitswirksam und transparent.
  • … dass ein regelmäßig tagender Klima-Rat ins Leben gerufen wird. Im Klima-Rat sollen alle Bevölkerungsgruppen, Gemeindeortschaften und Wirtschaftspartner sowie aktive Interessengruppen (Stichwort: Friday for Future) einbezogen werden. Ziel ist es ein unabhängiges Gremium zu installieren, dass klimawirksame Maßnahmen und Vorhaben kritisch betrachtet und bei Ablehnung alternative Vorschläge einfordert.

Maßnahmen für effektiven Klima- und Umweltschutz auf Gemeindeebene

  • Die Gemeinde Wardenburg prüft, inwiefern der gemeindliche Energiehaushalt aller Sektoren (Strom, Wärme und Verkehr) auf eine regenerative Basis umgestellt werden kann und welche Landes- und Bundesmittel für diesen Zweck mobilisiert werden können. Die Gemeinde soll Strom aus nachhaltigen Quellen beziehen.
  • Bauvorhaben der Gemeinde werden im klimaneutralen oder Plusenergiestandard realisiert. Das Ziel der Klimaneutralität hat Priorität. Zudem wird die Gemeinde die energetische Gebäudesanierung auf dem ersten Treffen des Klimarats auf die Tagesordnung setzen, um dieses Thema in der Gemeinde voranzubringen.
  • Der Erhalt und die Pflege von Grünflächen hat hohe Priorität. Grünflächen erfüllen einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz und sozialen Zusammenhalt in der Gemeinde. Daher ist eine weitere Verkleinerung von Grünflächen zu vermeiden. Dementsprechend sind Flächenversiegelungen durch bauliche Maßnahmen maßvoll abzuwägen.
  • Die Gemeinde Wardenburg prüft, wie die Haushaltsmittel und ggf. Landes- und Bundesförderungen für die Pflege von Grünflächen sowie den Erhalt und die Aufstockung des Baumbestandes innerorts deutlich erhöht werden können, um so die Baumbilanz und damit die Klimabilanz zu verbessern.
  • Die Gemeinde entwickelt auf Basis des integrierten Klimaschutzkonzeptes des Landkreises weitere Mobilitätskonzepte hin zu klimaneutraler Mobilität.
  • Klima- und Umweltschutz ist auch Bildungsthema. Daher soll die Gemeinde, gemeinsam mit Kitas, Schulen und Jugendeinrichtungen Konzepte für Klima- und Umweltbildung entwickeln und umsetzen sowie klimaschutzrelevante Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche fördern.
  • Die Gemeinde Wardenburg soll seine Bankkonten bei nachhaltig-ökologischen Banken führen, um Nachhaltigkeit und Klimaschutzprojekte zu fördern.
  • Um Ideen und Maßnahmen für Klimaschutz in der Gemeinde zu fördern und die innovativsten Köpfe sichtbarer zu machen, soll die Gemeinde Wardenburg einen jährlichen Klimaschutzpreis ausschreiben und öffentlichkeitswirksam vergeben; jeweils mit den drei Rubriken für Gewerbe, Schule- und Bildung und für herausragende Leistungen.

Neue Zeiten erfordern neue Wege

Am 24. Mai 2019 gingen in 125 Ländern Millionen junge Menschen beim zweiten globalen Klimastreik von Fridays for Future auf die Straße. Allein in Deutschland demonstrierten mehr als 300.000 Teilnehmende. Sie forderten ein, dass Politik und Wirtschaft endlich die von der Wissenschaft geforderten Maßnahmen ergreifen, um die vereinbarten Klimaziele von „Paris 2015“ auch tatsächlich noch erreichen zu können. Aktuell gibt die Bundesregierung dem Klimaschutz wieder politische Priorität. Handeln wir auf kommunaler Ebene in der Gemeinde Wardenburg verantwortungsvoll und zukunftsweisend, bevor uns Vorgaben zum Handeln auferlegt werden und wir unsere Gestaltungsmöglichkeit verlieren.

„Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt“

Durch schnelles, entschlossenes Umsteuern können wir verhindern, dass die Erderwärmung zur größten unumkehrbaren sozialen und humanitären Krise der Menschheit wird. Viele deutsche Städte haben bereits reagiert und von Konstanz bis Kiel den Klimanotstand ausgerufen. Leisten wir in Wardenburg unseren Beitrag rechtzeitig und geben wir jetzt Klimaschutz höchste Priorität für politisches Handeln.

Das Land Niedersachsen hat im August 2016 mit dem Leitbild einer nachhaltigen Energie- und Klimaschutzpolitik für Niedersachsen eine wesentliche Grundlage geschaffen, um konkrete Strategien und Maßnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2050 zu beschreiben. Wir müssen jetzt auf lokaler Ebene sicherstellen, dass auch wir in der Gemeinde Wardenburg unseren Beitrag leisten und das Ziel auf kommunalpolitischer Ebene verfolgen, als Gemeinde Wardenburg bis 2030 klimaneutral zu werden. Dazu wollen wir unsere Gemeinde in die Liste einreihen, die beim Klima- und Umweltschutz beispielhaft vorangehen.

Das vom Bund geförderte „Integriertes Klimaschutzkonzept des Landkreises Oldenburg und seiner Gemeinden“ vom Januar 2015 ist Wardenburg beigetreten. Ziel ist es: „Das Integrierte Klimaschutzkonzept soll dem Landkreis Oldenburg und den Gemeinden ermöglichen, die vorhandenen Einzelaktivitäten und Potenziale zu bündeln und in Zusammenarbeit mit Akteuren des Kreisgebietes nachhaltige Projektansätze sowie Multiplikatoren- und Synergieeffekte zu schaffen und zu nutzen.“ (https://www.oldenburg-kreis.de/portal/seiten/integriertes-klimaschutzkonzept-900000205-21700.html). Für das Jahr 2030 sind wesentliche Meilensteine zu erreichen.

Sieben wichtige Handlungsfelder für das Klimaschutzkonzept:

  1. Erneuerbarer Energien
  2. Energieeffizienz und erneuerbare Energien in Unternehmen
  3. Klimaschutz in der Landwirtschaft
  4. Mobilität im ländlichen Raum
  5. Kommune als Vorbild
  6. Bildung und Öffentlichkeitsarbeit
  7. Wasserschutz / Wasserverbrauch

↪ Meine Ziele